Glück ist die Erkenntnis, selbst etwas zu erkennen.

                                                                  (GERALD HÜTHER)


Meine  Arbeitsweise


Grundsätze


Die prozessorientierten Trainings sind entweder als Schnupperworkshop und/oder als fortlaufender wöchentlicher Kurs zu einzelnen Themenfeldern konzipiert, bei einer Teilnehmerzahl von minimal 6 und max 10 Teilnehmern.

Ich grenze meine Arbeitsweise klar von Coaching  (nach dem Deutschen Bundesverband Coaching e.V.) und psychotherapeutischer Arbeit ("kleiner Heilpraktiker" nach HPG) ab. 

Ich ordne meine Arbeit eher der darstellenden Kunst mit "Aha-Erlebnis-Charakter"  zu.

Trotzdem erfordert die Teilnahme eine psychische und physische Gesundheit. Da das Erleben des Menschen im Vordergrund steht, Körper, Geist und Seele gleichermaßen in der spielerischen Arbeit angesprochen werden, können biografisch bedingte Erlebnisse an die Oberfläche gespült werden, die eventuell Unbehagen, Irritationen bei dem einen oder anderen Mitspieler auslösen können. 

Die Verantwortung, die psychische und physische Gesundheit selbst einzuschätzen, liegt bei den Teilnehmern. 



Ein kurzes 10 bis 15-minütiges Warm-up dient dem Ankommen jedes Teilnehmers bei sich selbst und im Raum. Dabei kommen geführte Körperreisen, die die Imagination fördern, ebenso zum Einsatz wie Atem-, Stimm- und Sprechübungen. 

Sie dienen der Konzentration, dem Loslassen des Alltags und stimmen auf die kommende Gruppenarbeit ein.


Ablauf


Der Hauptteil der Einheit widmet sich einem konkreten Thema (z.B. Teambildung). Die Arbeit baut aufeinander auf von einfachen hin zu komplexen Strukturen. Unsere praktische Arbeit im Solo oder in Kleingruppen wechselt sich mit kurzen Blitzlichtrunden ab, in denen jeder Mitspieler die Möglichkeit zum verbalen Austausch in der Gruppe hat. Zum Schluss fassen wir unsere Erkenntnisse und Erlebnisse in ein bis zwei Performances vor eigenem Publikum zusammen. Hier nehmen die Teilnehmer mal die Rolle des Spielers, mal die Rolle des Beobachters ein, um ein Feedback an die Gruppe zu geben.



Mein Repertoire


Die Übungen und Trainingsmethoden entstammen insbesondere meinen eigenen Erfahrungen aus dem "Action Theater" ™ nach RUTH ZAPORAH, der Beschäftigung mit der "Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT)" nach CHRISTINE GRAEFF,  den Improvisationstechniken nach VIOLA SPOLIN, sowie KEITH JOHNSTONE , meinen eigenen musikalischen Kenntnissen und Erfahrungen sowie meinen Weiterbildungen in Tanz- und Theaterpädagogik sowie der Tanzimprovisation. Mein Wissen speist sich zudem aus der Beschäftigung mit der Gewaltfreien Kommunikation nach ROSENBERG sowie dem Kommunikationsmodell von SCHULTZ VON THUN, wissenschaftlicher Literatur zur Hirnforschung sowie Entwicklungspsychologie  (GERHARD ROTH, JOACHIM BAUER, GERALD HUETHER u.a.).

Die Übungen zur Atem- und Stimmtechnik stammen aus meinen langjährigen Erfahrungen in der Ausübung des Kundalini-Yoga.



In Anlehnung an meine kreative musiktherapeutische Ausbildung orientiert sich meine Arbeitsweise an den menschlichen Urbedürfnissen. Wir Menschen wünschen uns ein soziales Miteinander, suchen Räume und Möglichkeiten zu wachsen, um eigene Kompetenzen entwickeln zu können und dem eigenen Erleben auf der körperlichen, emotionalen sowie kognitiven Ebene auf die Spur zu kommen.


Wachstumsräume



TeilnehmerKompetenz


Ich entscheide nicht, wie etwas zu sein hat, sondern ich respektiere die individuelle Lebensweise jedes einzelnen Menschen. Ich biete Themen als Angebote an und sehe mich in der Verantwortung, für einen sinnvollen Ablauf des Trainings zu sorgen. Die Erfahrungen, die Erlebnisse, die Erkenntnisse bleiben in der Hand eines jeden Teilnehmers. 



Es darf sein, was da ist. Unter diesem Motto schließe ich die Schubladen "Richtig_und_Falsch" für meine Arbeit aus. Menschliches Erleben ist einzigartig und lässt sich nicht in Schubladen pressen. Jeder Mensch macht eigene biografisch geprägte Erfahrungen in seiner eigenen Welt, manchmal "So_und_ manchmal_anders".


So_und_anders statt Richtig_und_falsch



Impulse statt Vorschläge


Wie verändert sich unsere Haltung, unsere Sicht auf die Dinge , wenn wir in der Horizontalen, in der Vertikalen oder in der Diagonalen mit Bewegungsmustern spielen ? Was haben unterschiedliche Stimmungen für eine Wirkung auf das gemeinsame Spiel ? Welche Art und Weisen gibt es von "sich-miteinander-unterhalten" mit welchen Wirkungen auf den/die Spieler?

Was bedeutet die Veränderung der Lage für meine Sichtweise ? Wie fühlt es sich an, wenn ich meine Stimme im Liegen, Sitzen, Stehen oder Gehen nutze ? Gibt es Unterschiede ? Diesen und anderen Fragen zu unserem Erleben werden wir begegnen, wahrnehmen, vielleicht hinterfragen oder einfach im Raum stehen lassen. Die Fragen/ und oder Anregungen dienen als Impulse für eigene Entdeckungen in der Erlebniswelt der Improvisationskunst.



Eigene Körpererfahrung statt Körperkult


Die Erfahrungen am eigenen Leib bringen uns zu uns selbst, halten manche Überraschungen für uns bereit.

Wir entdecken vielleicht Verhaltensmuster, die wir verwandeln, bewahren oder ausbauen wollen.

Meine Trainings bieten dazu vielfältige Gelegenheiten.



Feedback


Jeder Teilnehmer erhält während der Trainings die Möglichkeit, sich sowohl mit seinem Spielpartner auszutauschen als auch in großer Runde das Erlebte zu reflektieren. Ich lege auch sehr viel Wert auf eine wertschätzende Feedbackkultur. Konzentration auf das Gesehene, die bewusste Wahrnehmung der eigenen Berührtheit dessen, was man gesehen hat, ermöglichen eine beobachtende Beschreibung ohne (Be-)Wertung. 



Wir Menschen sind entstanden in der Vergangenheit, die uns prägt, von der wir vieles nicht bewusst wissen. So haben wir Verhaltensmuster entwickelt, die  uns in der Gegenwart hinderlich sein können, um uns weiter zu entwicklen. Ein sehr nützliches Tool, um festgefahrene Verhaltensmuster entdecken und verändern zu können, ist die Änderung der Perspektive. 

Wie ein Maler verschiedene Haltungen zu seinem Kunstwerk einnimmt, um es in seinem Ganzen betrachten zu können, so gestalten wir Perspektivwechsel mit unseren Ausdrucksmitteln Bewegung, Stimme und Sprache im Raum, in dem wir uns befinden. 

 


Perspektivwechsel statt Einbahnstraße