Das Spiel


Am Spielgeschehen teilnehmen statt das Spielgeschehen konsumieren


Das Spiel fordert und fördert das gemeinschaftliche Denken und Handeln. Losgelöst vom Alltag darf der Spieler in eine nicht reale Welt eintauchen, er darf neue Welten erfinden, ohne etwas vorweisen zu müssen.

Er setzt sich aktiv mit den Welten auseinander, spielt Möglichkeiten durch, um für aufkommende Probleme  Lösungsstrategien entwickeln zu können.

Das Spielen hat keine Konsequenzen für den Alltag, ist aber bedeutsam und wirkungsvoll für ihn, weil wir das Wahrnehmen, Verarbeiten (Denken, Fühlen, Bewerten, Planen) und Handeln gleichzeitig tun. 



Es ist keine Spielerei, sondern ein Übungsfeld, auf dem wir über unsere Körperarbeit Präsenz, Wahrnehmungsfähigkeit,  Offenheit, Klarheit im Denken und Handeln, Entscheidungsfreude am eigenen Leib erfahren können.

Wir setzen nichts aufs Spiel, wichtig ist die Freude am Tun.



Gerade das improvisierende Spielen fördert einen flexiblen Umgang mit Neuem im Augenblick des Spiels. Eine vorausschauende Planung von Handlungen (was soll ich als nächstes tun ?) ist dabei eher kontraproduktiv, weil das Denken an Zukünftiges das Gehirn vom Handeln im Jetzt ablenkt.

Dennoch gibt es Spielregeln, die Struktur und Halt geben. Der gesetzte Rahmen in den improvisierten Geschichten bietet Sicherheit. 


Marion_Esser_Improvisation